Forschungsbericht Band 11:

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Beschreibung

Die mit dem Neolithikum einhergehende sesshafte und produzierende Lebensweise hatte drastische Auswirkungen auf das Nahrungsspektrum, den Arbeitsalltag und die Umwelt der frühbäuerlichen Bevölkerung. Der Fokus der vorliegenden biologisch-anthropologischen Arbeit liegt primär auf der Frage nach den Lebensbedingungen und der gesundheitlichen Situation der Menschen im Neolithikum und der frühen Bronzezeit. Überprüft wird, ob sich anhand paläodemografischer, paläopathologischer und ostermetrischer Kriterien Populationsunterschiede, entsprechend der archäologisch abgrenzbaren Kulturgruppen, nachzeichnen lassen. Die Untersuchungsbasis bilden etwa 600 Skelettfunde aus dem Mittelelbe-Saale-Gebiet. Die Ergebnisinterpretation der osteologischen Untersuchungen konnte durch Erkenntnisse archäologischer, biochemischer und molekulargenetischer Analysen, die parallel am vorliegenden Skelettmaterial vorgenommen wurden, ergänzt werden. Die umfangreiche Datengrundlage erlaubt Einblicke, die zur weiteren Erforschung soziokultureller Strukturen und ökonomischer Prozesse neolithischer und frühbronzezeitlicher Bevölkerungen anregen.