Madonna von Tilleda

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Beschreibung

Als einzige deutsche Kaiserpfalz wurde die Anlage bei Tilleda ( Ldkr. Sangerhausen ) zu Füßen des Kyffhäusers vollständig ausgegraben. Die Pfalz erlebte ihre Blütezeit vom 10. bis zum 12. Jahrhundert. Auf dem Gelände der Kaiserpfalz wurde die nur 3,5 cm hohe Muttergottesfigur aus Rothirschgeweih im Jahr 1975 aufgelesen. Sie kann daher nicht nach ihrem Fundkontext, sondern nur nach kunstgeschichtlichen Kriterien zeitlich eingeordnet werden. Eine Entstehung zur Zeit des romanischen Stils, wohl in den Jahren um 1160/70, ist wahrscheinlich.

Die Mutter Gottes ist in einen langen Mantel gehüllt; bei ihrer Kopfbedeckung könnte es sich um eine Krone handeln. Auf dem Schoß Marias sitzt das Christuskind, sie selbst auf einem einfachen Thron. Die Schlichtheit der kleinen Schnitzarbeit lässt vermuten, dass sie von einem auf dem Gelände der Kaiserpfalz ansässigen Handwerker geschaffen wurde.