Entsprechend seiner Satzung bietet der Förderverein eine vielfältige finanzielle und ideelle Unterstützung für die Arbeit des Landesmuseums für Vorgeschichte und die archäologische Forschung in Sachsen-Anhalt. Zwischen 2002 und 2016 wurden insgesamt ca. 350.000 € für die Förderung zahlreicher Projekte zur Verfügung gestellt. Die eingesetzten Fördermittel generieren sich aus Spenden, Mitgliederbeiträgen und den Einnahmen des Museumsshops- und Museumcafés.

An dieser Stelle möchten wir einige Projekte vorstellen, die vom Verein zur Förderung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale] e.V. finanziell unterstützt wurden.
Die Beispiele stehen stellvertretend für eine Fülle weiterer geförderter Projekte.

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2017


Für das laufende Jahr wurden bereits verschiedene Förderanträge bewilligt, welche u. a. die Unterstützung der Öffentlichkeits- und Pressearbeit des Landesarchäologen und des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt beinhalten. Weitere Fördermittel werden für die Beschilderung eines archäologisch-historischen Wanderwegs in und um Marienborn zur Verfügung gestellt.

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2016


Auch im Jahr 2016 war es dem Förderverein ein besonderes Anliegen, die museumspädagogische Arbeit des Landesmuseums zu unterstützen. Mit Fördermitteln in Höhe von 4.000 € konnten zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen mit behinderten und sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen umgesetzt werden.

Finanziell gefördert wurden zudem die Öffentlichkeits- und Pressearbeit des Landesarchäologen sowie zwei bedeutende Ausstellungsprojekte, die in diesem Jahr Eröffnung feiern durften. Dazu zählte zum einen das internationale Lutherprojekt „Here I stand“, in dessen Rahmen drei parallel laufende Ausstellungen in den USA präsentiert wurden. Zum anderen unterstützte der Förderverein die Sonderausstellung des eigenen Hauses, die unter dem Titel „Alchemie – die Suche nach dem Weltgeheimnis“ ab November im Landesmuseum für Vorgeschichte zu sehen war.

Förderungen im wissenschaftlichen Bereich wurden durch die Unterstützung des 9. Mitteldeutschen Archäologentages und die Finanzierung von Isotopenanalysen des Forschungsprojektes „Die Reise des Lebens. Mobilität in Sachsen-Anhalt zwischen Endneolithikum und Frühbronzezeit“ realisiert.
Dank der Fördermittel des Vereins konnte auch die Arche Nebra ihre museumspädagogischen Materialien erweitern und u. a. ein neues Tellurium für die Arbeit mit Schulklassen beschaffen.

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2015


Mit großzügiger Unterstützung des Fördervereins konnte im Juli 2015 eine internationale Tagung im Landesmuseum für Vorgeschichte realisiert werden. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens renommierter Wissenschaftler aus Großbritannien, Schweiz, Österreich, den USA und Deutschland standen die Reste einer Alchemistenwerkstatt, die 2014 in einer Abfallgrube an der nördlichen Außenwand der Franziskanerkirche in Wittenberg entdeckt wurden. Die Tagung diente u. a. als Vorbereitung einer für 2016 geplanten Sonderschau, die unter dem Titel „Alchemie – die Suche nach dem Weltgeheimnis“ im Landesmuseum zu sehen sein wird.

Weitere Fördermittel wurden für die museumspädagogische Arbeit zur Verfügung gestellt. So konnte durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins eine historische Wippdrechselbank angefertigt werden, die erstmals im Rahmen der Aktion „Himmelsscheibenwoche“ zwischen dem Landesmuseum und der Arche Nebra zum Einsatz kam und auch für zukünftige Projekte genutzt werden kann.

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2014


Im Jahr 2014 war unter anderem ein Schwerpunkt die Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeiten zu einem Hüttenlehm Spaltbohlenhaus Michelsberger Kultur.

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2013


Aus den zahlreichen geförderten Projekten des Jahres 2013 sollen die folgenden beiden exemplarisch herausgegriffen werden:

Die in Vorbereitung befindliche Sonderausstellung zum neolithischen Erdwerk von Salzmünde „3.300 BC. Mysteriöse Steinzeittote und ihre Welt“ (ab 14. Nov. 2013) wird gleich mehrfach vom Förderverein unterstützt. So finanziert er sechs 14C-Datierungen zum Grabhügel Nr. 6 von der Dölauer Heide (Bischofswiese), der in der Ausstellung zentral präsentiert werden soll. Weitere Unterstützung erfährt das Vorhaben durch die Anschaffung von hochwertigen Tontrommeln, die nach historischen Vorbildern angefertigt und im Bereich der Museumspädagogik eingesetzt werden sollen. Modernste kriminalistische Verfahren ermöglichen mittlerweile sehr realistische Gesichtsrekonstruktionen. Solchermaßen wird auch einem der Toten von Salzmünde ein Gesicht wiedergegeben. Diese sehr teure plastische Rekonstruktion fördert der Verein ebenfalls mit einem Teilbetrag.

Außerdem übernimmt der Verein sämtliche Kosten für Übersetzung, Satz und Produktion von Flyern des Landesmuseums in französische, niederländische, italienische und spanische Sprache, die neben der
bereits vorhandenen englischen Version dazu dienen sollen, vermehrt auch ein internationales Publikum anzusprechen und nach Halle in die Ausstellung zu locken.

Die einzelnen Anträge wurden von Torsten Schunke M.A. (Referent im Bereich Bodendenkmalpflege), Monika Bode (Leiterin Besucherbetreuung / Museumspädagogik), Anja Stadelbacher M.A. (Kuratorin)
und Dr. Michael Schefzik (Kurator) eingereicht.

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2012


Unter den zahlreichen im Jahr 2012 vom Förderverein finanziell unterstützten Vorhaben finden sich diesmal auch zwei Ausstellungsprojekte:

So wird zum Einen vom 6. Juli bis 30. September 2012 im technischen Denkmal Ziegelei Hundisburg die Sonderausstellung „Haldensleben vor seiner Zeit“ präsentiert. In den letzten fünf Jahren haben in Haldensleben mehrere große Baumaßnahmen (z.B. Stadthafen oder Gewerbeflächen) weiträumige archäologische Ausgrabungen im Stadtgebiet notwendig gemacht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen – Funde verschiedenster Art und Zeitstellung – zeigen, dass die Region über Jahrtausende hinweg in das gesamteuropäische Gefüge eingebunden war.

Zum Anderen wird ein neues kleines Ausstellungsprojekt des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle unterstützt. Dort sollen in den Phasen zwischen zwei großen Sonderausstellungen aktuelle Funde aus der Landesarchäologie zeitnah der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In ein bis drei Vitrinen werden im halbjährlichen Wechsel neue und spannende Entdeckungen aus Sachsen-Anhalt präsentiert.

Antragsteller waren Dr. Susanne Friederich (zuständig für „Landesweite Aufgaben“ innerhalb der Bodendenkmalpflege) und Anja Stadelbacher M.A. (Kuratorin im Landesmuseum für Vorgeschichte) eingereicht.

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2011


Bei der Radiocarbondatierung (14C-Datierung) eines Pferdeskelettes von Peißen bei Bernburg geht es um die Frage des ersten Auftretens von Hauspferden in Mitteldeutschland. Allgemein geht man hier von einem Datum in den Jahrhunderten um 3.000 v. Chr. aus. Der Hengstschädel von Peißen stammt aus einer undatierten Grube im Bereich einer Siedlung der jungneolithischen Salzmünder Kultur (ca. 3.400-3.000 v.Chr.). Sollte die naturwissenschaftliche Datierung die Zugehörigkeit des Schädels zu der Siedlung bekräftigen, wäre dies zusammen mit einem entsprechenden Fund aus dem gleichzeitigen Grabenwerk von Salzmünde (Saalekreis) ein weiterer wichtiger Hinweis auf die frühe Nutzung von Hauspferden in Mitteleuropa.

Der Antrag auf Förderung wurde von Herrn Dr. Hans-Jürgen Döhle, dem Archäozoologen des LDA, eingereicht.

Allen Vereinsmitgliedern ein herzliches Dankeschön für diese Unterstützung des Landesmuseums und der Landesarchäologie!

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2010


Im Rahmen der Landesausstellung „Pompeji - Nola - Herculaneum. Katastrophen am Vesuv“ hat die Besucherbetreuung des Landesmuseums neue Führungen, Veranstaltungen und ein zusaätzliches museumspädagogisches Programm entwickelt und vorbereitet. Dank einer großzügigen Förderung durch den Museumsverein wurde die Museumspädagogik in die Lage versetzt, zahlreiche Repliken römischer Funde für die Durchführung von speziellen Programmen für Blinde und Sehbehinderte anzuschaffen. Hierzu gehören z.B. verschiedenste Glas- und Tongefäße, Spielzeug (Tonpuppe, Astragal), ein Dreibein (römischer Tisch), Handspiegel, Steinreliefs, Statuetten, Arztinstrumente, Toilettbesteck (Pinzette, Ohrlöffel, Nagelschneider) sowie Originalmünzen. Anhand dieser originalgetreuen Nachbildungen bzw. Originale können die Teilnehmer ungezwungen ertasten, wie man sich z.B. das Konterfei eines römischen Kaisers auf einem Denar oder ein Gerät zur Wundbehandlung vorzustellen hat.

Antragstellerin war die Besucherbetreuung unter der Leitung von Frau Monika Bode.